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Photovoltaik · Ertrag & Kosten

Was kostet eine Photovoltaikanlage je Kilowatt-Peak?

Der Preis je Kilowatt-Peak ist die einzige Kennzahl, mit der sich Angebote unterschiedlicher Größe vergleichen lassen. Sie steht selten im Angebot und lässt sich in einer Sekunde ausrechnen.

Was kostet eine Photovoltaikanlage je Kilowatt-Peak?Bild: KI-erzeugt
Kurz gesagt

Bei einer schlüsselfertigen Dachanlage im Einfamilienhaus meist 1.200 bis 1.800 Euro je Kilowatt-Peak ohne Speicher. Kleine Anlagen liegen je Kilowatt höher, große günstiger.

Die Bandbreite

Für eine schlüsselfertige Anlage auf einem Steildach ohne Speicher sind 1.200 bis 1.800 Euro je Kilowatt-Peak üblich. Eine 10-kWp-Anlage kostet damit 12.000 bis 18.000 Euro. Kleine Anlagen unter 5 kWp liegen häufig bei 1.600 bis 2.200 Euro je Kilowatt, weil Anfahrt, Gerüst, Elektrik und Anmeldung unabhängig von der Größe anfallen. Große Anlagen ab 30 kWp kommen auf 900 bis 1.400 Euro je Kilowatt.

Woraus sich der Preis zusammensetzt

Module machen grob 25 bis 35 Prozent aus, der Wechselrichter 10 bis 15 Prozent, die Unterkonstruktion 10 bis 15 Prozent, Elektroinstallation und Zubehör 15 bis 20 Prozent, und der Rest ist Arbeit, Gerüst, Planung, Anmeldung und Marge. Der Materialanteil liegt damit bei etwa der Hälfte. Wer nur an den Modulen spart, verschiebt wenig; wer an der Unterkonstruktion oder an der Elektrik spart, riskiert viel.

Was den Preis nach oben treibt

Schwierige Dachformen mit vielen Gauben und Kehlen, Schieferdächer, Reetdächer, hohe Gebäude mit aufwendigem Gerüst, lange Leitungswege zum Zählerschrank, ein Zählerschrank, der erneuert werden muss, und Optimierer bei Verschattung. Ein Zählerschranktausch allein liegt bei 1.200 bis 3.000 Euro und taucht in günstigen Angeboten regelmäßig nicht auf.

Der Speicher als eigene Position

Er wird je nutzbarer Kilowattstunde gerechnet, üblich sind 500 bis 900 Euro. Ein Speicher mit 8 Kilowattstunden kostet damit 4.000 bis 7.200 Euro einschließlich Installation. Diese Position gehört getrennt bewertet, weil sie sich anders rechnet als die Anlage selbst: Die Anlage amortisiert sich in 8 bis 12 Jahren, der Speicher in 8 bis 14.

Wie man Angebote vergleichbar macht

Fünf Zahlen herausschreiben: installierte Leistung in Kilowatt-Peak, Preis gesamt, Preis je Kilowatt-Peak, Speicherkapazität nutzbar und Wechselrichterleistung. Danach die Positionen prüfen, die häufig fehlen: Gerüst, Zählerschrank, Überspannungsschutz, Anmeldung, Inbetriebnahme, Anfahrt. Erst dann sind zwei Angebote vergleichbar.

Zur Einordnung der Umsatzsteuer: Seit dem Nullsteuersatz sind Netto- und Bruttopreis bei begünstigten Anlagen identisch. Zwei Angebote, von denen eines noch mit 19 Prozent rechnet, unterscheiden sich scheinbar um ein Fünftel, tatsächlich aber gar nicht.

Holen Sie mindestens drei Angebote ein. Die Spanne zwischen dem günstigsten und dem teuersten liegt bei gleicher Leistung erfahrungsgemäß bei 30 bis 50 Prozent.

Ein häufiger Fehler beim Vergleich ist die Modulzahl. Zwei Angebote mit je 22 Modulen können 8,8 oder 10,3 Kilowatt-Peak bedeuten, je nach Modulleistung. Rechnen Sie deshalb immer auf den Preis je Kilowatt-Peak um, bevor Sie zwei Zahlen nebeneinanderlegen.

Und lassen Sie sich die Leistung schriftlich bestätigen. Sie steht später im Marktstammdatenregister und entscheidet über Vergütungsstufe und Steuerbefreiung. Eine Abweichung von 0,5 Kilowatt-Peak verschiebt bei 30 kWp bereits die Steuerbefreiung.

Quellen
  1. Statistisches Bundesamt
  2. § 12 UStG, Steuersätze (Gesetze im Internet)
Stand: 2026-08-15. Rechtsstand Deutschland, keine Rechtsberatung im Einzelfall.