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Photovoltaik · Ertrag & Kosten

Wie viel bringt die Kombination mit einer Wärmepumpe?

Wärmepumpe und Photovoltaik gelten als natürliches Paar. Die Verbindung funktioniert, aber nicht so gut, wie es die Jahresbilanz vermuten lässt.

Wie viel bringt die Kombination mit einer Wärmepumpe?Bild: KI-erzeugt
Kurz gesagt

Sie hebt den Eigenverbrauch deutlich, weil die Wärmepumpe 3.000 bis 5.000 Kilowattstunden im Jahr braucht. Gedeckt wird davon aus eigener Erzeugung typischerweise ein Viertel bis ein Drittel.

Das Problem der Gleichzeitigkeit

Die Wärmepumpe braucht Strom vor allem im Winter, wenn die Anlage am wenigsten liefert. Im Dezember und Januar fallen zusammen nur etwa 6 Prozent des Jahresertrags an, während in diesen Monaten der Wärmebedarf am höchsten ist. Die Deckung aus eigener Erzeugung liegt deshalb im Winter oft unter 10 Prozent, im Jahresmittel bei 25 bis 35 Prozent.

Wo die Verbindung wirklich trägt

In der Übergangszeit. Von März bis Mai und von September bis November besteht Heizbedarf, und die Anlage liefert bereits oder noch ordentlich. In diesen Monaten lassen sich große Anteile des Wärmepumpenstroms selbst decken. Über das Jahr gerechnet ergibt das bei 4.000 Kilowattstunden Wärmepumpenbedarf grob 1.000 bis 1.400 Kilowattstunden aus eigener Erzeugung.

Was das wirtschaftlich bedeutet

1.200 Kilowattstunden zu 30 Cent ergeben 360 Euro im Jahr, die nicht aus dem Netz bezogen werden müssen. Zusätzlich steigt der Gesamteigenverbrauch der Anlage, was ihre eigene Rechnung verbessert. Wer zusätzlich einen Pufferspeicher hat und die Wärmepumpe mittags laufen lässt, kann den Anteil um weitere 5 bis 10 Prozentpunkte heben.

Die technische Verbindung

Ein Energiemanagementsystem erkennt Überschuss und gibt der Wärmepumpe ein Signal, den Betrieb vorzuziehen oder die Vorlauftemperatur leicht anzuheben. Die Schnittstelle dafür ist bei modernen Geräten vorhanden. Wichtig ist, dass die Wärmepumpe nicht dauerhaft mit erhöhter Vorlauftemperatur läuft, weil das die Arbeitszahl senkt und den Vorteil auffrisst.

Der Zählerpunkt

Läuft die Wärmepumpe über einen eigenen Zähler mit vergünstigtem Tarif, kann Solarstrom häufig nicht in diesen Kreis fließen. Dann ist zu rechnen: Der vergünstigte Netztarif spart einige Cent je Kilowattstunde, der Eigenverbrauch spart deutlich mehr. In vielen Fällen ist ein gemeinsamer Zählpunkt die bessere Lösung, verlangt aber einen Umbau.

Zur Einordnung der Anlagengröße: Wer eine Wärmepumpe betreibt, sollte 3 bis 5 Kilowatt-Peak zusätzlich einplanen. Das ist keine Winterdeckung, verbessert aber die Bilanz über das ganze Jahr.

Rechnen Sie außerdem die reduzierten Netzentgelte nach den Regeln für steuerbare Verbrauchseinrichtungen ein. Sie bringen je nach Netzgebiet 100 bis 250 Euro im Jahr.

Und prüfen Sie die Dämmung, bevor Sie die Anlage vergrößern. Jede eingesparte Kilowattstunde Wärme ist günstiger als jede erzeugte Kilowattstunde Strom.

Ein häufiger Fehler ist die falsche Reihenfolge. Wer zuerst die Anlage baut und danach die Wärmepumpe, muss beim Netzbetreiber zweimal anmelden und zahlt zweimal für Umbauten im Zählerschrank.

Wer beides zusammen plant, spart diese Doppelung und kann die Messkonzeption von Anfang an so wählen, dass Solarstrom in den Wärmepumpenkreis fließen darf. Der Unterschied liegt leicht bei 500 bis 1.500 Euro.

Und prüfen Sie den Pufferspeicher: Je größer er ist, desto besser lässt sich die Wärmeerzeugung in die Mittagsstunden verschieben. Ein Puffer von 500 bis 1.000 Litern reicht für eine Verschiebung von 3 bis 6 Stunden.